Presse



14. Februar 2012

Junge Liberale können es nicht glauben:

Die Jungen Liberalen Aschaffenburg sind entsetzt: Teile der Union fordern jetzt eine "Bestrafung" von kinderlosen Paaren.

"Da wünscht man sich beim Lesen der Nachrichten es sei der 1. April", so
Nikolas Verhoefen, Vorsitzender der JuLis Aschaffenburg, ob des Vorschlags
von Teilen der Union, kinderlose Paare in Zukunft mit einer
Zusatzabgabe/Zusatzsteuer zu belasten.

Die JuLis Aschaffenburg lehnen den Vorschlag aus verschiedenen Gründen ab:
Zum einen ist es die freie Entscheidung des Einzelnen, wie er sein Leben
gestalten möchte,, außerdem haben Eltern schon finanzielle  Anreize, wie
Steuerfreibeträge für die Kinder und den Bezug von Kindergeld.
Weiterhin ist es für Paare, die keine Kinder bekommen können, aber gerne
welche hätten, zutiefst verletzend für ihre ungewollte Kinderlosigkeit
bestraft zu werden.

Die Äußerung von Bayerns Sozialministerin Haderthauer, dass auch solche
Paare, die ungewollt keine Kinder haben, damit nicht zur Förderung der
Sozialsysteme beitragen muss als Frechheit empfunden werden.
"Dass die Bevölkerungspyramide in Deutschland keine Pyramide mehr ist,
sondern mehr und mehr ein Baum wird, ist nicht erst seit wenigen Jahren
bekannt. Trotzdem wurde von der Politik bislang nichts unternommen um die
Sozialsysteme grundlegend zu reformieren" hält der Junge Liberale Verhoefen
dagegen. Weiter sagt er: "Es klingt wie Hohn, dass jetzt diejenigen, die
auch nicht mehr Kinder bekommen haben als die jetzige Generation und
obendrein die Reform der Sozialsysteme verschlafen haben, solche
aberwitzigen Forderungen stellen."
Die Jungen Liberalen sehen die Probleme ganz klar in der Organisation der
Sozialsysteme und fordern eine grundlegende Reform. Beispielsweise sollte
die gesetzliche Rente auf einen absolute Grundsicherung beschränkt sein,
alles weitere muss privat vorgesorgt werden.

Eine Bestrafung von kinderlosen Paaren lehnen die JuLis vehement ab.
"Wegen einer Zusatzabgabe bekommt niemand mehr Kinder, diese Forderung ist
reiner Populismus", so die JuLi-Kreisrätin Constanze Roth.

Damit in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden, setzen die JuLis
auf verbesserte Rahmenbedingungen und mehr Kinderfreundlichkeit, statt auf
Bestrafung. Forderungen in dem Zusammenhang sind: flexible Arbeitszeiten,
vermehrt Halbtagsangebote (manche Unternehmen bieten mittlerweile
Führungspositionen, die sich zwei Halbtageskräfte teilen), ausreichende
Krippenplätze und Ganztagesschulen.